Zukunft anpacken. Gemeinsam: Pflanzung eines WERTvollen multifunktionalen Agroforstbestandes in Kleinzschepa/Lossatal

Am Sonnabend (2.4.) zeigten Stadt und Land was man gemeinsam erreichen kann: Rund 50 PflanzerInnen setzten über 300 Gehölze im Dorfkern von Kleinzschepa in direkter Nachbarschaft zur Lossa (Gemeinde Lossatal) und zeigten damit große Aufgaben sind nur in einer großen Gemeinschaft zu lösen.

Und das kam so: Die Rotary Clubs aus Dresden und Wurzen nahmen nicht nur Geld in die Hand, um die Pflanzung zu finanzieren, sie brachten auch Spaten und Gießkanne mit nach Kleinzschepa und setzten gemeinsam mit den „Landleuten“ die biodiverse und zugleich nützliche Pflanzung um. Die Vorbereitungen wurden durch die Bürgermeister der Gemeinden Thallwitz, Lossatal und Bennewitz, den Leuten aus Kleinzschepa, dem Landschaftspflegeverband „LeipzigGrün e.V.“, dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement vom Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier, der Stiftung Wald für Sachsen e.V. und als Koordinator das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie erledigt.

Im Rahmen der Pflanzaktion wurden am Gewässerrand der Lossa verschiedene Gehölze nach dem WERTvollen Renaturierungskonzept gepflanzt. Die neuen Holzbestände zeigen beispielhaft auf, wie landwirtschaftliche Stoffeinträge vermindert und der ökologische Zustand der Lossa verbessert werden kann. Auf einem weiteren Teil der Fläche im Lossatal schließt sich eine Streuobstwiese und bald auch ein Spielplatz der Kommune an. So kann man nun in Kleinzschepa sehen, wie ökologische und kulturelle Aspekte in diesen zeitgemäßen Lebensräumen zusammengeführt und in eine moderne Kulturlandschaftsentwicklung mit der Stärkung unserer Fließgewässer überführt werden können. Durch die enge Verzahnung verschiedener Pflanzsysteme eignet sich dieser Standort sehr gut für Demonstrationszwecke. Es geht darum, mehr Nutzen auf derselben Fläche zu verankern, eben Mehrnutzungskonzepte für mehr Kultur auf dem Land zu gestalten.

„Die Mitglieder der Rotary Clubs aus Dresden und Wurzen unterstützen mit dieser Aktion und mit privaten Finanzmitteln den Aufbau dieser WERTvollen Agroforstsysteme und zeigen beispielhaft, wie das im Team mit lokalen Akteuren der Region erfolgreich funktionieren kann“, sagt Stephanie Taché, die Initiatorin vom Rotary Club Dresden „Es ist ein sichtbares Zeichen für die Gestaltung einer neuen Stadt-Land-Partnerschaft und für die Stärkung der regionalen Wertschöpfung, die letztlich allen BürgerInnen des Wurzener Landes zu Gute kommen wird“, ergänzte Bürgermeister Uwe Weigelt gut gelaunt im Kreis seiner Kollegen Thomas Pöge und Bernd Laqua.

Und weil dieser Gedanke auch im SMEKUL viel Zuspruch erfährt, griff auch der Staatssekretär für Grundsatzfragen, Naturschutz, Wald, Energie und Klimaschutz Herr Dr. Lippold zum Spaten und unterstützte diese Pflanzaktion tatkräftig. Er dankte allen an der Aktion Beteiligten und hob hervor: „Die heutige Pflanzaktion hat Modellcharakter für die Anlage eines neuen Typs von Nutzholzbeständen, die entlang von Fließgewässern auf Landwirtschaftsflächen angelegt werden können. Multifunktionale Agroforstsysteme erfüllen zahlreiche ökologische sowie ökonomische Funktionen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur biologischen Vielfalt, Klimaanpassung und nachhaltigen Entwicklung im ländlichen Raum. Im Zusammenspiel mit dem kommunalen Engagement für den Ausbau der erneuerbaren Energien ist dies ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Ziele des Sächsischen Energie- und Klimaprogramms.“

Link Medienservice SMEKUL: https://medienservice.sachsen.de/medien/news/1041637

 

 
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